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Geschichte

Vorläuferorganisationen waren "Katholischen Jungmännergemeinschaft" (KJG) und "Katholischen Frauenjugendgemeinschaft" (KFG) Ein erstes gemeinsames Delegiertentreffen fand 1968 in Münster statt. Unter dem Motto "Zur Antwort bereit" trafen sich rund 13.000 Jugendliche und Mitglieder der Vorläuferorganisationen zu einem großen Deutschlandtreffen. 1970 vereinigten sich diese zur neuen KjG.

In den 1970er und 1980er Jahren prägten starke Konflikte mit der Deutschen Bischofskonferenz den Verband und das Bild des Verbandes. Der sich als demokratisch verstehende Verband kritisierte zum Beispiel starre Hierarchien in der Kirche und das offizielle katholische Frauenbild.

Im Jahr 1983 brachte die KjG nach einem sehr erfolgreichen ersten "Song-Buch" (dem "blauen") ein zweites Liederheft heraus, in welchem u. a. deutsche Volkslieder enthalten waren, die sexuelle Verfehlungen von Geistlichen thematisierten (z.B. das Lied "Es wollt´ ein Bauer früh aufstehn"), dazu Lieder aus der Arbeiterbewegung ("Brüder zur Sonne, zur Freiheit"), aber auch moderne Lieder, die sich kritisch mit Religion auseinandersetzen ("Wenn et Bedde sich lohne dääd" von BAP) oder die eine befreite Sexualität fordern ("Denn ich will" von André Heller).

Die Deutsche Bischofskonferenz übte unter Federführung des damaligen Mainzer Weihbischofs Rolly und des eben erst ins Amt gekommenen Fuldaer Bischofs Dyba massiven Druck auf die KjG aus und erzwang nach wenigen Wochen einen Verkaufsstop der bereits gedruckten Exemplare, begleitet von der Drohung, die KjG andernfalls aufzulösen bzw. nicht mehr als katholische Jugendorganisation anzuerkennen. Nach heißen internen Diskussionen wurde daraufhin das rote Songbuch aus dem Verkehr gezogen.

Als Folge wurde Erzbischof Dyba von vielen KJG-Mitgliedern sehr geringgeschätzt; Bischof Karl Lehmann hingegen hatte während des Streits mehrfach schlichtend oder sogar für die KjG Partei ergreifend sein Wort erhoben und erreichte unter KjG-Mitgliedern dadurch eine große Popularität.

Das rote Songbuch ist trotz des Verkaufsverbots in geringer Stückzahl in Verkehr gebracht worden und konnte sich als Schwarzkopie rasch verbreiten, bevor die entschärfte Version ("braunes Songbuch") als Ersatz erschien.

 

quelle: wikipedia